Gesprächstherapie und Verhaltenstherapie

Im Rahmen meiner Praxistätigkeit verwende ich hauptsächlich Gesprächstherapie und Verhaltenstherapie.


Gesprächspsychotherapie (Carl Rogers)

Sie entstand aus der psychologischen Beratung von Menschen mit aktuellen Konflikten im Berufs- oder Privatleben. Aus diesem Grund ist sie als nützliches Hilfsmittel in akuten Konfliktsituationen wie z.B. einer Ehescheidung, bei einem Berufswechsel, bei der Angst vor Prüfungen usw. einzusetzen.

Bei der Gesprächspsychotherapie versteht sich der Therapeut als Partner, der dem Klienten keine Ratschläge gibt und keine Deutungen vermittelt.

Ich nehme keine Rekonstruktion der Vergangenheit vor und rege keine Zukunftspläne an. Ich versuche, nur die Gefühle und den emotionalen Hintergrund der Äußerungen des Klienten möglichst genau und anschaulich wiederzuspiegeln.

Dabei wiederhole ich mit eigenen Worten den Inhalt der Aussage, wie ich es verstanden habe.


Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie geht von der These aus, dass alles Verhalten gelernt ist, und daher auch wieder verlernt werden kann.

Dies gilt für positives wie auch negatives Verhalten, Neurosen und Phobien wie Ängsten vor Ratten, Spinnen oder zum Beispiel dunklen Plätzen usw.

Eine Verhaltensänderung kann in der Praxis durch verschiedene Verstärker hervorgerufen werden. Das erwünschte Verhalten wird belohnt und das nicht erwünschte Verhalten wird ignoriert. Der Aufbau neuer Verhaltensweisen kann nur in kleinen Schritten erfolgen, von denen jeder einzelne belohnt werden muss.

Gerade bei Kindern und im Umgang mit anderen Menschen ist die Verhaltensänderung durch Verstärker die Therapieform.

Bei der systematischen Desensibilisierung werden der Klient und ich zusammen eine Rangordnung vom leichtesten bis zum schwersten Angstreiz entwerfen. Dann erlernt der Klient eine Methode der Tiefenentspannung. Die Entspannung wirkt den Angstreaktionen entgegen.

Der Klient wird im entspannten Zustand mit den geringsten Angstreizen konfrontiert und übt, diese ohne Angst zu ertragen. Nach und nach löst sich die Hierarchie der Angstreize. Die Angstreize werden in Bildern, am Objekt oder
auch nur in der Vorstellung dargeboten.

Eine weitere Technik ist die Reizüberflutung (Flooding).

Durch eine sehr intensive, lang andauernde Konfrontation mit dem stärksten, womöglich noch übertriebenen Angstreiz und das Unterbinden des Vermeidungsverhaltens wird die Angstreaktion “ausgebrannt”.

Der Klient lernt, eine Realitätsprüfung einzusetzen und klar zwischen phantasierter Gefahr und wirklicher Gefahr zu unterscheiden. Diese Form der Therapie wird meist nur in verbal suggestiver Form durchgeführt. Die Reizüberflutung wird häufig bei Ängsten mit greifbarem Angstinhalt praktiziert.